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Streitkräfte Libyens
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Die Libysch-Nationale Armee (LNA) und das Militär der Regierung der Nationalen Ăbereinkunft (Government of National Accord â GNA) sind zwei im zweiten libyschen BĂźrgerkrieg in Opposition zueinander stehende Streitkräfte in Libyen (arabisch اŮŮŮات اŮŮ
ŘłŮŘŘŠ اŮŮŮبŮŘŠ, DMG al-QuwwÄt al-MusallaḼa al-LÄŤbÄŤya), die sich nach dem Sturz Muammar al-Gaddafis bildeten. Sie rekrutieren sich beide ursprĂźnglich auch aus den historischen bis zum BĂźrgerkrieg 2011 bestehenden Libyschen Streitkräften.
Sowohl die teils international anerkannte libysche Ăbergangsregierung Government of National Accord (GNA) mit Sitz in Tripolis im Westen Libyens als auch der teils international anerkannte Abgeordnetenrat mit Sitz in Tobruk im Osten Libyens verfĂźgen Ăźber eine eigene Armee. Dieser Umstand und beider Anspruch die legitime Libyschen Streitkräfte zu sein, erschwert es besonders westliche Beobachtern die jeweiligen Streitkräfte zu identifizieren.
Die Libysch-Nationale Armee (LNA) operierte bis 2019 vor allem in Ost-Libyen, während die GNA-Streitkraft den Westen Libyens kontrollierte.cite-ref-1[1] 2019â2020 kämpften die beiden Gruppen mit militärischer UnterstĂźtzung ihrer jeweiligen internationalen VerbĂźndeten gegeneinander.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3] Eng verflochten sind die westlibyschen Truppen mit den TĂźrkischen Streitkräften, während die ostlibyschen Streitkräfte eng mit der russischen Gruppe Wagner kooperieren.
Contents
⢠Geschichte
⢠Vor 2011
⢠Seit 2011
⢠Luftfahrzeuge
⢠Heer
⢠Marine
⢠Einzelnachweise
⢠Weblinks
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Geschichte
Vor 2011
In den 80er Jahren trugen die Streitkräfte Libyens gegen den Tschad den Libysch-Tschadischen Grenzkrieg aus.
Im Jahr 2010 hatten die Streitkräfte der Libysch-Arabischen Dschamahirija unter Machthaber Muammar al-Gaddafi nach dem International Institute for Strategic Studies (IISS) und dem Jaffee Center for Strategic Studies (JCSS) rund 119.000 Mann. Etwa 25.000 Mann davon waren Wehrpflichtige.cite-ref-4[4] Das libysche Heer hatte 50.000 Mann, die Luftwaffe 18.000 und die Libysche Marine 8.000. Daneben gab es als Reserve 40.000 Mann der Volksmiliz.cite-ref-5[5] Der paramilitärischen Libyschen Revolutionsgarde gehÜrten 3000 Soldaten an, die direkt Muammar al-Gaddafi unterstellt waren.
Seit 2011
Im BĂźrgerkrieg in Libyen wechselten Anfang 2011 Teile der Streitkräfte auf die Seite der Opposition. Zusammen mit Freiwilligen bildeten sie Revolutionsbrigaden, die als Libysche Nationale Befreiungsarmee gemeinsam kämpften. Nach Ende des BĂźrgerkrieges arbeitete der neue Verteidigungsminister Usama al-Dschuwaili daran, die Milizen der Befreiungsarmee in die regulären libyschen Streitkräfte, die Polizei und andere Einrichtungen der neuen Regierung zu integrieren.cite-ref-6[6] Dies scheiterte. Unter anderem daran, dass al-Dschuwaili, wie verschiedene Politiker, gleichzeitig als Warlord eine eigene Privatarmee aufbaute. Auch seine Nachfolger Mohammed Barghathi und Abdullah Al-Thinni konnten die Ordnung nicht wiederherstellen.cite-ref-7[7] Im Gegenteil eskalierte die Situation schlieĂlich im Sommer 2014 mit einem erneuten Ausbruch eines BĂźrgerkriegs.
Seit Oktober 2017 wurde in Ăgypten Ăźber ein Abkommen zur Bildung einer gemeinsamen Armee der beiden Streitkräfte aus West-Libyen und Ost-Libyen beraten.cite-ref-8[8] Als Leiter der beiden Delegationen agierten die beiden Generalstabschefs Abdel Razek Nadori (LNA), sowie Abdul Rahman al-Tawil (GNA).cite-ref-9[9] Vorerst vereinbarte Friedensgespräche scheiterten im Jahr 2019.cite-ref-10[10]
Streitkräfte in Libyen seit 2014
In Libyen operieren eine Reihe bewaffneter Gruppen, die sich zum Teil aus ehemaligen Mitgliedern der Libyschen Streitkräfte rekrutieren, jedoch auch von weiteren in- und ausländischen Sympathisanten und SĂśldnern unterstĂźtzt werden. Die beiden grĂśĂten, auf die historischen Streitkräfte des Landes zurĂźckgehenden und sich gegenĂźberstehenden Truppen sind:
Die Streitkräfte unter Chalifa Haftar (LNA)
Siehe Libysche Nationalarmee
Der Hauptteil der Streitkräfte folgte seit Mai 2014 General Chalifa Haftar und dessen âWĂźrdeâ-Milizen (etwa der GroĂteil Luftwaffe und die Spezialtruppen).cite-ref-11[11] Am 2. März 2015 wurde Haftar schlieĂlich auch offiziell vom Parlament zum Oberbefehlshaber der Libysch-Nationalen Armee ernannt.cite-ref-12[12]
Als grĂśĂter Erfolg von Haftar und den LNA-Streitkräften gilt die Befreiung von Bengasi aus der Hand radikal-islamistischer Milizen sowie die weitgehende Stabilisierung des Ostens mit Ausnahme von Derna. Als enge VerbĂźndete gelten die Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate im und die Streitkräfte Ăgyptens. Beide Staaten unterstĂźtzten die LNA mit Luftangriffen und Waffenlieferungen. Die Emirate unterhalten zudem einen MilitärstĂźtzpunkt Ăśstlich von Bengasi.cite-ref-13[13]cite-ref-14[14]
Die Streitkräfte unter Fayiz as-Sarradsch (GNA)
Der Teil der Armee, welcher Haftar nicht folgte, schloss sich unter dem Generalstabschef Jedalla al-Obeida im Sommer dem BĂźndnis Fadschr Libya an und bildete mit den Milizen der dortigen Regierung die âLibysche Armeeâ, sowie die Gegenregierung Government of National Accord (GNA).cite-ref-15[15] Ende 2015 schlossen sich diese Streitkräfte der neuen international anerkannten Regierung unter as-Sarradsch an und wurden so zur 2. international anerkannten Armee Libyens. Zu dieser standen Parlament, Haftar und die LNA-Streitkräfte bis Ende 2017 weiter in Opposition.
2016 bildete sich die âPräsidenten-Gardeâ, welche in Westlibyen operiert und seit Mai 2017 ihren Sitz im Tripoli International Airport hat.cite-ref-16[16]
Als grĂśĂter Erfolg der GNA-Streitkräfte gilt die Befreiung von Sirte im August 2016, wo der sogenannte Islamische Staat ab 2015 ein Terrorregime errichtet hatte. Die dortigen GNA-Verbände nennen sich selbst âAl-Bunyan Al-Marsoosâ (âUndurchdringliche Wandâ). Sirte markiert seitdem auch die Waffenstillstandslinie zwischen beiden Streitkräften, welche aber immer wieder verletzt wurde.
Am 27. November 2019 unterschrieb die westlibysche Regierung ein Militärabkommen mit der Tßrkei, dass seitdem zahlreiches Kriegsmaterial in das Land brachte und seitdem verschiedene Stßtzpunkte unterhält. So nutzen die westlibyschen Streitkräfte von der Tßrkei gelieferte M60, T-155 FĹrtĹna Panzerhaubitzen, T-122 Sakarya Raketenwerfer, BMC Kirpi Transportpanzer, Bayraktar TB2 und Bayraktar AkĹncĹ Drohnen, TAI HßrkuŠFlugzeuge und MIM-23 HAWK Luftabwehrsysteme.
Eng verbßndet sind die GNA-Truppen mit der alten Kolonialmacht Italien und den Italienischen Streitkräften, welche in Misrata einen Stßtzpunkt unterhalten.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] Als weiterer enger Verbßndeter gelten die Algerische Streitkräfte.cite-ref-19[19]
Luftfahrzeuge
Folgende Luftfahrzeuge werden von der GNA und der LNA verwendet, der grĂśĂte Teil ist nicht einsatzfähig (Stand Ende 2020):cite-ref-20[20]
| Typ | Herkunft | Funktion | Version | Aktiv | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Kampfflugzeuge | Kampfflugzeuge | Kampfflugzeuge | Kampfflugzeuge | Kampfflugzeuge | Kampfflugzeuge |
| Mikojan-Gurewitsch MiG-21 | Sowjetunion Sowjetunion | Abfangjäger | | 12 | Die meisten der noch vorhandenen MiG-21 bis und MiG-21UM waren eingemottet. 2004 soll ein Modernisierungsvertrag ßber 16 Stßck mit der Ukraine abgeschlossen worden sein. [ 21 ] |
| Mikojan-Gurewitsch MiG-23 | Sowjetunion Sowjetunion | Abfangjäger Jagdbomber | | 3 | Die meisten waren eingemottet. Eine Maschine wurde am 19. März 2011 ßber Bengasi abgeschossen. [ 22 ] [ 23 ] |
| Dassault Mirage F1 | Frankreich Frankreich | Jagdflugzeug | | 2 | Zwei Maschinen wurden im Februar 2011 fĂźr eine Flucht nach Malta genutzt. |
| Suchoi Su-22 | Sowjetunion Sowjetunion | Jagdbomber | | 1 | |
| Suchoi Su-24 | Sowjetunion Sowjetunion | Bomber | | 2 | Eine Einheit ging bei einem Brand verloren. |
| Transportflugzeuge | Transportflugzeuge | Transportflugzeuge | Transportflugzeuge | Transportflugzeuge | Transportflugzeuge |
| Antonow An-26 | Sowjetunion Sowjetunion | Transportflugzeug | | 1 | |
| Antonow An-72 | Sowjetunion Sowjetunion | Transportflugzeug | | 1 | |
| Lockheed C-130 Hercules | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | Transportflugzeug | C-130H C-130L-100 | 2 | 2 C-130J geplant. |
| Schulflugzeuge | Schulflugzeuge | Schulflugzeuge | Schulflugzeuge | Schulflugzeuge | Schulflugzeuge |
| Soko Galeb | Jugoslawien Sozialistische FÜderative Republik Jugoslawien | Schulflugzeug | G-2 | 14 | Eine Trainingsmaschine wurde am 24. März 2011 ßber Misurata abgeschossen. |
| Aero L-39 | Tschechoslowakei Tschechoslowakei | Schulflugzeuge | | 10 | |
| Mikojan-Gurewitsch MiG-23 | Sowjetunion Sowjetunion | Kampftrainer | | 1 | |
| Dassault Mirage F1 | Frankreich Frankreich | Kampftrainer | | 2 | |
| Aermacchi SF-260 | Italien Italien | Schulflugzeug | | 37 | Italienische Piloten, mindestens teils Ex-Militärpiloten, waren auch zur Ausbildung jahrelang in Libyen. [ 24 ] |
| Hubschrauber | Hubschrauber | Hubschrauber | Hubschrauber | Hubschrauber | Hubschrauber |
| AgustaWestland AW139 | Italien Italien | Mehrzweckhubschrauber | | 1 | |
| Boeing CH-47 Chinook | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | Transporthubschrauber | CH-47C | 2 | Lieferung Ăźber Italien |
| Mil Mi-2 | Sowjetunion Sowjetunion | Mehrzweckhubschrauber | | 6 | |
| Mil Mi-8 | Sowjetunion Sowjetunion | Mehrzweckhubschrauber | Mi-8 Mi-171 | 7 | |
| Mil Mi-14 | Sowjetunion Sowjetunion | U-Jagd | | 3 | |
| Mil Mi-24 | Sowjetunion Sowjetunion | Kampfhubschrauber | Mi-24 Mi-35 | 7 | |
| Unbemannte Luftfahrzeuge | Unbemannte Luftfahrzeuge | Unbemannte Luftfahrzeuge | Unbemannte Luftfahrzeuge | Unbemannte Luftfahrzeuge | Unbemannte Luftfahrzeuge |
| Bayraktar TB2 | Turkei Tßrkei | Kampfdrohne Aufklärungsdrohne | | ? | Wird von der GNA genutzt. [ 25 ] [ 26 ] |
| TAI Anka | Turkei Tßrkei | Kampfdrohne Aufklärungsdrohne | | ? | Wird von der GNA genutzt. [ 25 ] |
| Chengdu Wing Loong | China Volksrepublik Volksrepublik China | Kampfdrohne | | ? | Wird von den UnterstĂźtzern von Chalifa Haftar genutzt; Vermutlich von den VAE geliefert. [ 26 ] [ 27 ] |
Ehemalige Luftfahrzeuge:
⢠Gulfstream II
⢠Iljuschin Il-76
⢠Antonow An-124
⢠Bell 206
⢠Bell 212
Historische Teilstreitkräfte
Die Libyschen Streitkräfte waren bis 2011 wie folgt gegliedert und ausgestattet:
Heer
Das 50.000 Mann starke Heer war in 10 Panzerbataillone, 10 motorisierten Infanteriebataillone, 18 Infanteriebataillone, 6 Kommandobataillone, 22 Artilleriebataillone und 7 Luftabwehrbataillone organisiert.
AusrĂźstung
Die geschätzte Anzahl an Panzern belief sich im Jahr 2009 auf 3025. Ein GroĂteil der rund 2000 Kampfpanzer galt als nicht einsatzbereit und wurde zur Ersatzteilgewinnung fĂźr andere Einheiten verwendet.cite-ref-focus-2011-28-0[28]
⢠100 T-62 (70 eingelagert);
Radfahrzeugecite-ref-memb-32-0[32]
⢠Sowjetunion 500 BRDM-2
⢠Brasilien 70 EE-9 Cascavel
⢠Brasilien 100 EE-11 Urutu
⢠Tschechien OT-64 SKOT
Artillerie
⢠Tschechien 120 DANA
⢠Italien 160 Palmaria
⢠Sowjetunion 2S1
⢠Sowjetunion 36 2S3
⢠Sowjetunion 330 M-46
⢠Sowjetunion 190 D-30
Boden-Boden-Raketen
⢠Sowjetunion 9K52 Luna-M
⢠Sowjetunion R-17, (416 Raketen)
Panzerabwehr
⢠Frankreich/Deutschland 400 MILAN
Luftabwehr
⢠Sowjetunion S-200 8 Bataillone
⢠Sowjetunion 9K32 Strela-2
⢠Sowjetunion 20 9K33 Osa
⢠Sowjetunion 60 9K31 Strela-1/9K35 Strela-10
Luftabwehrwaffen
⢠Sowjetunion 90 57 mm S-60
⢠Sowjetunion 250 23 mm ZSU-23-4
⢠Sowjetunion 23 mm SU-23
⢠Tschechien 30 mm M53/59 Praga
⢠Schweden 40-mm-Bofors-Geschßtz
Leichte Waffen
⢠Belgien FN F2000
⢠Sowjetunion Gorjunow SG-43
⢠Sowjetunion Wladimirow KPW
⢠Sowjetunion AK-47
⢠Sowjetunion RPG-7
Luftstreitkräfte
Nach dem Putsch von 1969 begann Libyen, das bis dahin nur Ăźber eine kleine, etwa 400 Mann zählende Luftwaffe verfĂźgte, unverzĂźglich mit der Beschaffung von Flugzeugen fĂźr die LARAF (Libyan Arab Republic Air Force). Ein GroĂauftrag ging noch im selben Jahr an Frankreich, aber auch in die USA und nach Italien gingen Bestellungen. Insbesondere die aus Frankreich stammenden Mirage-5-Jäger wurden an Ăgypten verliehen und nahmen an Kampfhandlungen im Jom-Kippur-Krieg von 1973 teil.cite-ref-33[33] Ab 1973/74 kam es zur Umorientierung auf sowjetische Waffentechnik. Die Pilotenausbildung erfolgte zu groĂen Teilen im Ausland, so Frankreich, Algerien, Pakistan, Rumänien, GroĂbritannien und der Sowjetunion.
Die Personalstärke der Luftstreitkräfte lag bei etwa 18.000.cite-ref-focus-2011-28-1[28] Dennoch herrschte ein Mangel an Piloten, weshalb sich das Land gezwungen sah, SÜldner aus Serbien, Pakistan und arabischen Staaten anzuwerben. Zudem sollen viele der Flugzeuge nicht einsatzbereit gewesen sein.cite-ref-34[34] Nach Angaben des britischen Militärs wurde die libysche Luftwaffe während der Militäreinsätze seit März 2011 weitestgehend zerstÜrt.cite-ref-35[35]
Im Land gibt es 13 militärische Luftwaffenbasen.cite-ref-memb-32-1[32] Auf der Okba Ben Nafi Air Base bei Tripoli waren sowjetische Jäger der Typen MiG-25 und Bomber vom Typ Tu-22 stationiert.
Mehrere Konfliktparteien versuchten ab 2015, Flugzeuge wieder in Betrieb zu nehmen. Acht Suchoi Su-24 Bomber wären demnach in Benghazi fßr Chalifa Haftar einsatzbereit gewesen, zusammen mit weiteren Flugzeugen der Typen MiG-21, MiG-23 und Aero L-39.cite-ref-36[36] Diese Flugzeuge wßrden allenfalls eingesetzt, um den Neuen Allgemeinen Nationalkongress zu bekämpfen, der offensichtlich versuchte, in Misrata MiG-25 einsatzfähig zu machen.cite-ref-37[37] Des Weiteren hat die Luftwaffe in Tobruk einige Mil Mi-24 und Mil Mi-8 Hubschrauber in Betrieb.cite-ref-38[38] Die meisten Flugzeuge und Hubschrauber sind auf dem Flughafen Tobruk stationiert.
Genutzte Flugzeuge
| Flugzeugtyp | Herkunft | Nutzung | Anzahl | Notizen |
|---|---|---|---|---|
| Dassault Mirage F1 BD/ED | Frankreich | Mehrzweckkampfflugzeug | 30 | Zwei Maschinen wurden im Februar 2011 fĂźr eine Flucht nach Malta genutzt. |
| Mikojan-Gurewitsch MiG-21 | Sowjetunion | Trainingsflugzeug/Abfangjäger | 24 | Die meisten der noch vorhandenen MiG-21 bis und MiG-21UM waren eingemottet. 2004 soll ein Modernisierungsvertrag ßber 16 Stßck mit der Ukraine abgeschlossen worden sein. [ 39 ] |
| Mikojan-Gurewitsch MiG-23 BN/MS/ML/UB | Sowjetunion | Bodenangriffsflugzeug/Abfangjäger/Trainingsflugzeug | 124 | Die meisten waren eingemottet. Eine Maschine wurde am 19. März 2011 ßber Bengasi abgeschossen. [ 40 ] [ 41 ] |
| Suchoi Su-22 M3/UM-3K | Sowjetunion | Bodenangriffsflugzeug | 40 | |
| Suchoi Su-24 MK | Sowjetunion | Langstreckenbomber | 4 | Eine Einheit ging bei einem Brand verloren. |
| Soko J-21 Jastreb | Jugoslawien Sozialistische FĂśderative Republik | leichtes Bodenangriffsflugzeug | 13 | |
| Aero L-39 ZO Albatros | Tschechien | leichtes Angriffs- und Trainingsflugzeug | 110 | |
| Aermacchi SF-260 WL | Italien | Trainingsflugzeug | 20 von einst 240 bestellten Flugzeugen. Italienische Piloten, mindestens teils Ex-Militärpiloten, waren auch zur Ausbildung jahrelang in Libyen. [ 42 ] | |
| Soko G-2 Galeb | Jugoslawien Sozialistische FÜderative Republik | leichtes Angriffs- und Trainingsflugzeug | 116 | Eine Trainingsmaschine wurde am 24. März 2011 ßber Misurata abgeschossen. |
| Jakowlew Jak-130 | Russland | Trainingsjet | 6 | bestellt (2010) |
| Dassault Falcon 20 | Frankreich | Leichtes Transportflugzeug | 3 | |
| Antonow An-26 | Sowjetunion | Mittleres Transportflugzeug | 10 | |
| Gulfstream II | Vereinigte Staaten | Leichtes Transportflugzeug | 1 | |
| Dassault Falcon 50 | Frankreich | Leichtes Transportflugzeug | 1 | |
| Iljuschin Il-76 | Sowjetunion | Schweres Transportflugzeug | 17 | |
| Let L-410 Turbolet | Tschechien | Leichtes Mehrzwecktransportflugzeug | 15 | |
| Lockheed C-130 H Hercules | Vereinigte Staaten | Schweres Transportflugzeug | 10 | |
| Antonow An-124 | Sowjetunion | Schweres Transportflugzeug | 2 | |
| Iljuschin Il-76 | Sowjetunion | Luftbetankungsflugzeug | 4 | |
| Mil Mi-24 Hind | Russland | Schwerer Kampfhubschrauber | 43 | |
| Mil Mi-14 | Russland | Mittlerer Mehrzweckhubschrauber | 12 | |
| Bell 206 JetRanger | Vereinigte Staaten | Trainingshubschrauber | 4 | |
| Bell 212 Twin Huey | Vereinigte Staaten | Leichter Transporthubschrauber | 2 | Lieferung Ăźber Italien |
| Boeing CH-47 Chinook | Vereinigte Staaten | Schwerer Transporthubschrauber | 8 | Lieferung Ăźber Italien |
| Mil Mi-8 Hip | Russland | Mittlerer Transporthubschrauber | 25 | |
| Mil Mi-17 | Russland | Mittlerer Transporthubschrauber | ? | Zustand unbekannt |
Marine
Die Marine verfĂźgte einschlieĂlich der KĂźstenwache Ăźber rund 8000 Soldaten und 19 Schiffe.cite-ref-focus-2011-28-2[28] Bei Luftangriffen der NATO während des Internationalen Militäreinsatzes in Libyen 2011 wurden am 20. Mai laut Angaben des BĂźndnisses acht Kriegsschiffe der libyschen Marine getroffen. Von libyscher Seite wurden sechs Treffer bestätigt. Die Angriffe in den Häfen von Tripolis, al-Chums und Sirte sollen auf Grund des Einsatzes der Schiffe als Minenleger erfolgt sein.cite-ref-43[43]cite-ref-44[44]
Einheiten
⢠Fregattencite-ref-weyer2005-45-0[45]
⢠Sowjetunion Projekt 1159
⢠Al Ghardabia (Al Qirdabiyah) (ex SKR-195)
⢠Al Hani (ex SKR-201)
⢠FlugkÜrperkorvettencite-ref-weyer2005-45-1[45]
⢠Sowjetunion Nanuchka-II-Klasse (Projekt 1234E)
⢠Tarek Ibn Zayed (ex Ean Mara; ex MRK-9)
⢠Ean Al Gazala (ex MRK-24)
⢠Ean Zaara (ex MRK-25)
⢠U-Bootecite-ref-weyer2005-45-2[45]
⢠Sowjetunion Foxtrot-Klasse (Projekt 641) (Die Einheiten sind zurzeit nicht einsatzbereit.)
⢠Al Ahad
⢠Al Mitraka
⢠Al Hunain
⢠Schnellbootecite-ref-weyer2005-45-3[45]
⢠Frankreich Combattante-II-Klasse
⢠Sharaba
⢠Shehab
⢠Shoula
⢠Whag
⢠Shafak
⢠Shouaiai
⢠Laheeb
⢠Sowjetunion Osa-II-Klasse (Projekt 205)
⢠Al Zuara
⢠Al Mathur
⢠Al Fikar
⢠Al Bitar
⢠Al Sadad
⢠Al Ruha
⢠Schnelle Patrouillenbootecite-ref-46[46]
⢠Kroatien PV30-LS (Vittoria-Klasse)
⢠Sidi Bilal
⢠Al-Mergeb
⢠Jelyana
⢠Al-Sadada
⢠Merseet
⢠Tagreft
⢠Minensuchercite-ref-weyer2005-45-4[45]
⢠Sowjetunion Nadja-Klasse (Projekt 266M)
⢠Al Tiyar
⢠Al Isar
⢠Ras Al Fulaijah
⢠Ras Al Massad
⢠Ras Al Hani
⢠Landungsfahrzeugecite-ref-weyer2005-45-5[45]
⢠Italien PS-700cite-ref-harpoon-headquarters-47-0[47]
⢠Ibn Harissa
⢠Ibn Ouf
⢠Turkei C-107
⢠Ibn Al Idrissi
⢠Ibn Marwan
⢠El Kobayat
⢠Hilfsfahrzeugecite-ref-weyer2005-45-6[45]
⢠Begleit- und Werkstattschiffe
⢠Zeltin
⢠Al Munjed (Kroatien ex Zlatica)
⢠Frachter
⢠Garyounis (2410 BRT)
⢠El Timsah (3100 BRT)
⢠Schlepper und Bergungsfahrzeuge
⢠A 33 (150 BRT)
⢠A 34 (150 BRT)
⢠A 35 (150 BRT)
⢠Ras El-Helal (200 BRT)
⢠Al Ahweirif (200 BRT)
⢠Al Keriat (200 BRT)
⢠Al Tabkah (200 BRT)
⢠Tender
⢠723 (90 ts)
⢠Al Manoud
Einzelnachweise
cite-note-11. â Presidenten-Garde sichert die KĂźstenstraĂe Libya Herald, 15. November 2017 (englisch).
cite-note-22. â Kämpfe in Libyens Hauptstadt Tripolis: Letzter Flughafen geschlossen. In: Spiegel Online. 8. April 2019 (spiegel.de [abgerufen am 8. April 2019]).
cite-note-33. â Christoph Sydow: Vormarsch von Warlord Haftar: In Tripolis scheitert Europas Libyen-Politik. In: Spiegel Online. 8. April 2019 (spiegel.de [abgerufen am 8. April 2019]).
cite-note-44. â Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. März 2011, S. 4.
cite-note-55. â fpc.state.gov (PDF; 494 kB), S. 27.
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cite-note-77. â Libya Herald am 6. August 2013 (englisch).
cite-note-88. â Can Cairo talks succeed in uniting Libya's divided armed forces? (englisch).
cite-note-99. â Libyan army factions to meet in Cairo Sunday (englisch).
cite-note-1010. â Christoph Sydow: Vormarsch von Warlord Haftar: In Tripolis scheitert Europas Libyen-Politik. In: Spiegel Online. 8. April 2019 (spiegel.de [abgerufen am 8. April 2019]).
cite-note-1111. â Wohlwollender Diktator oder schlafender Monarch?
cite-note-1212. â International anerkanntes Parlament ernennt Armeechef, Neue ZĂźrcher Zeitung, 2. März 2015.
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cite-note-1515. â Das neue Terrornest Libyen alarmiert Europa.
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cite-note-3434. â Vgl. SĂźddeutsche: Libysche Streitkräfte: Piloten aus aller Welt, eingesehen am 15. April 2011.
cite-note-3535. â Vgl. Deutschlandradio: Britische Armee: Libysche Luftwaffe ist zerstĂśrt, eingesehen am 15. April 2011.
cite-note-3636. â Libyaâs Hafter procures fighter-jets to counter Qatarâs Libyan Dawn (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
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cite-note-398. Holger MĂźller: MiG-21 im Einsatz -Teil 2: Naher Osten und Afrika in Fliegerrevue Extra Nr. 23, MĂśller 2008, ISSN 0941-889X, S. 25.
cite-note-spon-2011-03-19-409. Fotostrecke - Bild 13 - Krise in Libyen: Neue Gefechte um Bengasi. In: Spiegel Online Fotostrecke. 19. März 2011, abgerufen am 9. Juni 2018.
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cite-note-4444. â Nato versenkt mehrere libysche Kriegsschiffe. In: Tages-Anzeiger. Abgerufen am 20. Mai 2011.
cite-note-weyer2005-4545. â Werner Globke(Hrsg.): Weyers Flottentaschenbuch / Warships of the World â Fleet Handbook, Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 66. Jahrgang 2005â2007, ISBN 3-7637-4517-3.
cite-note-4646. â PV30-LS â Low Signature Patrol Vessel â Adria-Mar (englisch).
cite-note-harpoon-headquarters-4747. â Harpoon Head Quarters (Memento des Originals vom 27. August 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.harpoondatabases.com
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